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Schönes Solardach – mit integrierten Modulen oder Kollektoren
- Indach-Systeme schließen harmonisch mit dem Dach ab - auch kaum oder gar nicht sichtbare Varianten möglich - Hinterlüftung schützt Strom-Module vor Überhitzung
Immer mehr Bundesbürger holen sich die Sonne vom Dach
ins Haus – die schräge, dem Himmel zugewandte Fläche
hoch oben, eignet sich hervorragend dafür. Sorgen um
die Optik sind beim heutigen Stand der Technik unbegründet
– dank der Indachmontage. Wie der Name schon sagt, werden
hierbei Thermokollektoren oder Solarmodule bündig in
die Krone des Hauses integriert. Die Anlage nimmt dann die
Stelle der eigentlichen Bedeckung ein. Neben der schönen
Optik hat die Indachmontage auch den Vorteil, dass dem Dach
keine zusätzlichen Lasten aufgebürdet werden. Zudem
sind Anschlüsse und Kabel besser geschützt. Wichtig
ist allerdings eine gute Hinterlüftung.
Bei der Indachmontage werden die Module für die Stromgewinnung
oder die Kollektoren für die Erzeugung von Warmwasser
elegant in die Dachfläche versenkt – anstelle des
Deckungsmaterials. Das Dach wirkt sauber, wie aus einem Guss.
Eine ebenso gute optische Integration gelingt mit Sonnenfängern,
die den Formaten von Dachfenstern nachempfunden wurden. Damit können
großflächige Kombinationen gestaltet werden, in
denen die Module oder Kollektoren auf Anhieb gar nicht als
solche zu erkennen sind.
Die Indachmontage hat aber nicht nur ästhetische Vorteile,
sie macht auch bautechnisch Sinn: Werden die Module oder die
Kollektoren – wie in den meisten Fällen –
direkt auf den Dachlatten befestigt, so bekommt das Dach keine
Lasten zusätzlichen aufgebürdet. Der Verbrauch an
Eindeckungsmaterial ist um die Fläche der Solaranlage
geringer. Zudem werden Anschlüsse und Kabel besser vor
der Witterung geschützt. Hier ist allerdings eine ausreichende
Belüftung sicherzustellen: Sind die Module ins Dach eingesenkt,
kann auf der Unterseite nämlich keine Luft zirkulieren.
Dadurch kann sich das System erhitzen, was gerade im Sommer
Leistungsfähigkeit und Wirkungsgrad verringern kann.
Hier sind PV-Systeme im Vorteil, die eine spezielle Unterkonstruktin
mit Lüftungsöffnungen haben.
Das ideale Dach für eine Solaranlage – gleich ob
für Strom oder Wärme – hat eine Neigung zwischen
20 und 60 Grad, ist nach Süden ausgerichtet und nicht
verschattet. Eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung
für einen Vier-Personen-Haushalt sollte sechs Quadratmeter
groß sein. Die Dimension einer Solarstrom-Anlage hängt
nicht vom Bedarf, sondern von der Investitionsbereitschaft
ab – denn der Strom wird in aller Regel nicht selbst
verbraucht, sondern ins öffentliche Netz eingespeist
und vergütet. Üblich ist eine Fläche zwischen
zehn und zwanzig Quadratmetern. Zu unterscheiden sind Anlagen,
die aus mehreren kleinen Komponenten bestehen, welche von
Hand auf das Dach transportiert werden können. Große,
zusammenhängende Systeme können sehr schnell mittels
Kran installiert werden. Doch nur ein Fachmann darf den Einbau
vornehmen. Werden Kollektoren oder Module direkt auf den Dachlatten
befestigt, so ist darauf zu achten, dass das Holz nicht beschädigt
ist und eine ebene Unterlage bildet. Anderenfalls können
schädliche Spannungen in der Anlage auftreten. Schadhafte
Latten sollten ausgetauscht, schiefe Hölzer aufgestockt
werden.
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