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Photovoltaik: Sonne zu Strom Beim Solardach gibt es einiges zu beachten: Das Dach sollte eine Neigung von 30 Grad haben und nach Süden ausgerichtet sein. Die Verschattung sollte minimal sein. Erzeugter Strom wird zu einem staatlich garantierten Satz abgenommen. Eine Baugenehmigung ist nicht erforderlich.
In erster Linie sollen Dächer Haus und Bewohner vor Hitze,
Kälte und Niederschlägen schützen. Immer häufiger
aber wird das eigene Dach als Geldquelle genutzt: Die Solarstromerzeugung
boomt. Mit einer Photovoltaikanlage produziert das Dach sauberen
Strom, der sich nach dem Eneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
zu garantierten Preisen verkaufen lässt. Die Intensität
der Sonnenstrahlung ist überall in Deutschland ausreichend,
um eine Photovoltaik-Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Aber:
Nicht jedes Dach lässt sich gleichermaßen gut als
Kraftwerk nutzen. Was der Kleinstromerzeuger beachten sollte:
Die Lage des Gebäudes, mögliche Verschattungen,
die Dachneigung sowie die Ausrichtung des Hauses.
Die Sonne steht am längsten im Süden: Daher kann ein Dach, das zwischen Süd-Ost bis Süd-West ausgerichtet ist, die wärmenden Strahlen am besten nutzen. Ein optimaler Ertrag stellt sich mithin ein bei einer südorientierten Fläche mit etwa 30 Grad Neigung. Manch neue Modultypen sind auch für andere Dachneigungen geeignet.
Verschattungen reduzieren die Energieausbeute um bis zu 50 Prozent und sollten daher vermieden werden. Bei Photovoltaik senkt eine verunreinigte Solarzelle die Leistung des betroffenen Moduls und beeinträchtigt damit die Leistung der gesamten Anlage. Zwei Arten von Verschattungen sind zu unterscheiden: Die zeitweilige und die standortbedingte. Der erste Fall tritt ein, wenn sich Laub, Schnee oder etwa Vogeldreck auf die Module legen. Diese Bedeckungen sind nicht von Dauer, der nächste Regen sorgt wieder für Klarheit. Das funktioniert um so besser, je stärker geneigt die Anlage ist bzw. bei einer selbstreinigenden Beschichtung. Standortbedingte oder dauerhafte Verschattungen haben dagegen gravierende Auswirkungen. Ursache sind Gauben, Kamine, Giebel und Antennen, benachbarte Gebäude oder auch Bäume. Ob es derartige Beeinträchtigungen gibt, sollte daher schon im Vorfeld untersucht werden. Besonders natürlich im Sommer, aber auch im Frühjahr sowie im Herbst muss die Sonne ungehindert auf die Dachfläche treffen. Im Winter ist Schatten unwesentlich, da hier nur ein Bruchteil des Jahresertrages produziert wird. Bei aufgeständerten, also nicht in die Dachhaut integrierten Anlagen, besteht die Gefahr der Selbstverschattung. Die einzelnen Module sind in genügend großem Abstand zueinander zu installieren.
Photovoltaikanlagen benötigen keine Baugenehmigung. Eine
Solaranlage sollte jedoch nie selbst montiert werden. Nur
die fachmännische Installation garantiert ein dichtes
Dach. Es gibt die Indach- sowie die Aufdach-Lösung: Bei
der Aufdach-Montage werden Befestigungen aus verzinktem Stahl,
Aluminium, Edelstahl oder Kupfer auf die Sparren geschraubt.
Diese Anker ragen unter dem Bedeckungsmaterial hervor und
halten die Montageschienen für die Solarmodule. Bei der
Indach-Montage wird die Anlage in die vorhandene Dacheindeckung
integriert. Dies gilt als ästhetischere Lösung.
Der günstigste Zeitpunkt für eine Indach-Montage
ist die ohnehin erforderliche Sanierung der Dachfläche.
Eine Photovoltaikanlage muss mindestens 1000 Watt installierte
Modulleistung aufweisen, um förderungswürdig zu
sein. Eine 1000 Watt Photovoltaikanlage erzeugt zwischen 750-1000
kWh im Jahr. Sie benötigt rund 10 Quadratmeter Dachfläche.
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