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Experten-Tipps: Dach richtig dämmen.
Egal ob draußen ein eisiger Wind bläst oder die
Sonne herunter brennt, unter dem Dach soll es gemütlich
sein. Das stellt hohe Anforderungen an die Dämmung des
Daches. Schließlich ist die Schräge mehr als der
Rest des Gebäudes den Temperatur- und Witterungseinflüssen
ausgesetzt. Wir informieren darüber, welche Aufgaben
die Dämmung im Dach zu leisten hat, welche Materialien
dafür in Frage kommen und wie diese verarbeitet werden.
Anforderungen
Der Schutz vor unangenehmen Temperaturen gehört zu den wichtigsten Anforderungen an die Dach-Dämmung. Sie verhindert, dass im Winter die Heizungswärme nach draußen entweicht. Die Dämmung garantiert, dass auch bei Minusgraden die Energiekosten gering bleiben. Auch im Sommer, wenn große Hitze herrscht, muss die Raumtemperatur angenehm bleiben. Eine gute Dämmung muss nicht nur zu hohe oder zu niedrige Temperaturen stoppen. Ebenso wichtig ist der Schutz vor Feuchtigkeit und Zugluft. Weder von außen darf Schnee oder Regen noch von innen Wasserdampf ins Gebälk eindringen. Feuchteschutz und die Verhinderung von Zugluft ermöglichen ein gesundes Raumklima und steigern den Wohnwert. Dämmstoffe, die den Schallschutz verbessern, tragen ebenfalls zu einer höheren Wohnqualität bei. Zudem sollten Dach-Dämmstoffe nicht brennbar sein; schließlich ist der rettende Ausweg nirgends so lang wie vom Dachboden.
Zahlen und Kennwerte
Unabhängig von den Materialien sollte die wärmende
Hülle einen U-Wert haben, der unter 0,22 liegt. Je niedriger
der U-Wert, desto besser sind der Wärmeschutz und die
damit verbundene Energieeinsparung. Kommt ein Dämmstoff
der Wärmeleitgruppe 035 (WLG) zum Einsatz, so muss etwa
bei einer Zwischensparrendämmung das Material 20 Zentimeter
dick sein. Höchste Anforderungen an den Brandschutz erfüllen
nur Produkte aus Glaswolle sowie aus Steinwolle. Sie gelten
als nicht brennbar (A1). Andere Dämmstoffe aus Polystyrol,
Kork oder Naturfasern gelten als schwer bzw. normal entflammbar.
Dämm-Varianten
Im klassischen Steildach kann die Dämmung auf drei verschiedene
Weisen eingebracht werden: Zwischen, unter oder auf den Sparren.
Wer zwischen den Sparren dämmt, kann Stein-, Glaswolle
oder Naturdämmstoffe verwenden. Diese werden in Rollen
angeboten. Der passende Zuschnitt erfolgt vor Ort problemlos
mit Messer und Meterstab. Polystyrol und andere Materialien
sind in Platten erhältlich. Eine Aufsparren-Dämmung
hat den Vorteil, dass Wärmebrücken, wie sie die
Sparren darstellen können, vermieden werden. Derartige
Systeme bestehen etwa aus Steinwolle/EPS oder PU-Platten.
Diese werden bei Neueindeckungen auf die bestehende Konstruktion
montiert. In Fällen, wo die Dachsparren für solch
eine Dämmung zu dünn sind, sollte zusätzlich
zur Zwischensparren-Dämmung eine Aufsparren-Dämmung
angebracht werden.
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