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Dach-Ausbau: Gaube oder Fenster?
Die Licht-Frage: Dachfenster ermöglichen gute Lichtausbeute.
Gauben schaffen zusätzlichen Platz.
Ganz oben zu wohnen, zu arbeiten, zu leben ist sehr reizvoll
und vielfältig. Nirgends sonst hat man vom Büroschreibtisch
aus direkten Himmelsblick. Die Kinder können ein besonders
helles Spielzimmer erhalten. Auch ein gemütlicher Ruhe-
oder Schlafraum lässt sich unter der Schräge schaffen.
Für jede Nutzung gilt gleichermaßen: Licht bedeutet
Leben. Wer den Dachboden ausbaut, muss für ausreichenden
Sonneneinfall sorgen. Zwei Lösungen stehen zur Wahl:
Gauben und Dachfenster.
Einst dienten Gauben der Lüftung von Dachräumen.
Heute werden Dachgauben vor allem eingesetzt, um mehr Platz
im Dachraum zu schaffen. Von Vorteil ist dies bei einer flachen
Dachneigung und wenn die Dachschrägen bereits knapp über
dem Fußboden beginnen. Dachgauben gibt es in unterschiedlichen
Formen. Das Angebot reicht von Schlepp- und Flachgauben, Spitz-
und Dreieckgauben bis hin zu weit ausschwingenden Fledermausgauben.
Der größte Vorteil von Dachfenstern ist ihre Lichtausbeute:
Kein Dach und keine Seitenwände sperren das Tageslicht
aus. Im Vergleich zur vertikalen Verglasung, also Gauben,
ergibt sich ein Plus von 30 bis 50 Prozent bei gleicher Fensterfläche.
Die Räume mit Dachflächenfenstern werden direkt
von Helligkeit durchflutet. Mit Fenstern lässt sich ein
angenehmes Wohnklima erzielen. Auch werden die Stromkosten
für Beleuchtung geringer ausfallen.
Mindestlichtflächen sind in den Landesbauordnungen festgelegt.
Sie gelten für Senkrecht- und Dachwohnfenster gleichermaßen.
Als Faustregel für Schrägfenster gilt: die Fenster
sollten in ihrer Gesamtbreite mehr als die Hälfte der
Breite des Wohnraumes einnehmen. Dabei können die Fenster
übereinander und nebeneinander als großzügige
Kombinationen angeordnet werden.
Neben dem Lichteinfall gilt es, auch den Ausblick mit in der
Planung zu berücksichtigen. Je nach Wohnsituation bietet
sich hier ein Zusatzelement unterhalb des Dachflächenfensters
an, um z.B. die Sicht in den Garten zu gewährleisten.
Auch die Oberkante des Fensters sollte so gewählt werden,
dass stehend noch ein bequemer Ausblick ermöglicht wird.
Als Faustregel gilt: Die Fensterunterkante sollte 90-120 cm
über dem Fußboden liegen, die Fensteroberkante
ca. 200 cm. Je flacher die Dachneigung ausfällt, desto
länger muss das Fenster gewählt werden. Eine ganz
besondere Lösung sind so genannte Überfirstverglasungen:
Hier grenzen an der Dachspitze Fensterflächen aneinander
und ermöglichen so einen grandiosen Himmelsblick.
Die Frage "Gaube oder Dachfenster?" sollte nicht
nur unter dem Aspekt der Wohnlichkeit entschieden werden.
Auch Bau und Konstruktion sind mit einzukalkulieren. Gauben
sind konstruktiv aufwändiger und etwas teuer als Dachfenster.
Sie müssen genehmigt werden. Andererseits lassen sich
mit Form und Eindeckung des raumschaffenden Aufbaus interessante
architektonisches Details schaffen. Als Material stehen Dachpfannen
in großer Farben- und Formenvielfalt zur Verfügung.
Dabei ist die architektonische Auswahl von Gaubenformen sehr
vielfältig. So zählen Schlepp-, Sattel-, Rund- oder
Walmdachgauben zu den weit verbreitetsten Gaubentypen. Aber
auch Formen wie die geschwungene, geradezu aus dem Hauptdach
fließende Fledermausgaube erfreuen sich zunehmender
Beliebtheit. Darüber hinaus hat der Bauherr heutzutage
neben der klassichen Montageart die Alternative, seine individuell
geplante Gaube auch als vorgefertigte Systemgaube vom Dachhandwerker
anbringen zu lassen. Insbesondere im Modernisierungsfall ist
die verkürzte Montagezeit innerhalb eines Tages von vorteilhafter
Bedeutung.
Und noch ein letzter Tipp: Zur Finanzierung des Dachausbaus
stehen verschiedene staatliche Fördertöpfe zur Verfügung.
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